Vorteilhafte Verbindung: Design, Handwerk, Lebensstil

design handwerk

Im allgemeinen Sprachverständnis ist ein Handwerker jemand, der mit seinen Händen arbeitet und damit entweder eine angeforderte Dienstleistung erbringt oder ein Produkt – meist auf eine konkrete Nachfrage hin – anfertigt. Obwohl Handwerker heutzutage selbstverständlich verschiedene Geräte zur Verfügung haben, die ihnen die Ausführung ihrer Arbeit erleichtern, stehen sie dennoch der Massenproduktion verschiedener industrieller Güter gegenüber. Wer ein Handwerk ausübt, geht damit immer einer gewerblichen Tätigkeit nach, sofern er das Endprodukt seiner Arbeit verkauft. Es gibt sehr unterschiedliche Handwerker und auch Elektriker, Monteure oder Bäcker zählen dazu, obwohl eine erste Assoziation zu der Berufsgruppe oft an Tischler, Schreiner oder Schmiede denken lässt.

Unter Design versteht man gemeinhin etwas wie „Entwurf“, „Formgebung“ oder „Gestaltung“. In diesem ersten Begriffsverständnis ist noch keinerlei Angabe darüber enthalten, was entworfen wird. Es gibt Modedesigner, Möbeldesigner, Grafikdesigner und zahlreiche weitere Designer. Sie erstellen Entwürfe, nach denen anschließend Gebrauchsgegenstände aller Art wie beispielsweise Möbel oder Kleidungsstücke angefertigt werden. Meist sind die Designer mit der praktischen Umsetzung ihrer Entwürfe nicht vertraut, weshalb es in der Anfertigung zu Schwierigkeiten kommen kann. Es kann vorkommen, dass sich das Material, welches dem Designer oder der Designerin vorschwebt, gar nicht in der angedachten Weise bearbeiten lässt. Um solchen Unannehmlichkeiten zu begegnen, werden an vielen Designerschulen mittlerweile auch die Eigenschaften unterschiedlicher Materialien gelehrt.

Es kommt vor, dass der Designer auch Handwerker oder der Handwerker auch Designer ist. In manchen dieser Fälle spricht man dann von Kunsthandwerk, vor allem wenn die hergestellten Gegenstände nicht alltäglich sind und sich möglicherweise ganz dem Gebrauch entziehen. Besonders häufig beginnen Schmuckschmiede damit, eigene Entwürfe zu realisieren und das Material kunstvoll zu formen. Aber auch Tischler beginnen, ihre Möbel selbst zu entwerfen. Manchmal reicht das Können allerdings nicht aus: Bei Auftragsarbeiten haben sowohl Gestalter als auch Handwerker meist nur einen geringen Spielraum, in dem sie eigene Vorstellungen realisieren können. Für ihre persönlichen Ideen müssen sie sich ein anderes Umfeld suchen oder selbst schaffen. Dass dies gelingen kann, zeigen nicht nur Kunsthandwerkermärkte, auf welchen Design, Handwerk und Idee fruchtbare Verbindungen eingehen.

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This entry was posted on Mittwoch, April 13th, 2011 at 14:39 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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